Rückbeugen

Rückbeugen machen unseren Herzraum weit, verschaffen mehr Raum für den Atem und lassen unser Herz schneller und kräftiger schlagen. Um die positiven körperlichen Wirkungen von Rückbeugen zu genießen, muss man nicht direkt extreme Asanas wie das Rad üben. Cobra, Heuschrecke oder Schulterbrücke können auch von Anfängern praktiziert werden. 

Was genau dabei passiert? Anatomisch gesehen wird die Brustwirbelsäule nach hinten gestreckt, damit der Brustkorb geweitet und der Lungen- und Herzbereich gedehnt. Die Rückenmuskulatur wird gestärkt, die Körpervorderseite, insbesondere Brust- und Bauchmuskeln, Zwischenrippenmuskeln, Leisten und die vordere Oberschenkelmuskulatur werden ebenso gedehnt. Insgesamt wird die Brustwirbelsäule beweglicher und der Torso geschmeidiger.

Das Verdauungssystem wird gestreckt, dadurch kannst Du z.B. auch Verdauungsschwierigkeiten lindern. Durch die Dehnung der gesamten Atemhilfsmuskulatur wird bei regelmäßigem Üben von Rückbeugen der Atem vertieft, die Qualität des Atems nimmt zu. Damit verstärkt sich die Sauerstoffversorgung des Körpers, was energetisierend und verjüngend auf Körper und Geist wirkt. Der Zellstoffwechsel steigt, und die Konzentration verbessert sich.

Rückbeugen stimulieren zudem unsere Thymusdrüse, die unsere Abwehrkräfte stärkt.

Allen Rückbeugen ist gemein, dass sie den Rücken stärken, Verspannungen in Schulter- und Nackengegend lösen und das Atemsystem unterstützen. Einzelne Rückbeugen können sogar Krankheiten wie Asthma und andere Atemwegsbeschwerden, Rheuma, Diabetes oder sogar Menstruationsbeschwerden lindern. Zudem kurbeln einige Rückbeugen die Entgiftung und Fettverbrennung an. 

Auch auf die emotionalen Benefits von Rückbeugen möchte ich nicht verzichten: Rückbeugen helfen Dir dabei Dich nach emotionalen Verletzungen wieder zu öffnen und dein Herz(-Chakra) zu stärken, mitfühlender Dir selbst und anderen gegenüber zu werden. 

Durch das körperliche Öffnen des Brustraums werden tiefes Atmen und Loslassen möglich – unser „Herz geht auf“. Deshalb heißen Rückbeugen auch Herzöffner. Du gelangst über die erhöhte Sauerstoffzufuhr zu neuer Kraft, nicht nur körperlich, sondern auch mental. Ein zusammengezogener Brustkorb, ein Schutzmechanismus bei Verletzungen, kann aufgelöst werden. 

So ist es tatsächlich möglich, sich mithilfe von Rückbeugen im Herzraum wieder für neue positive emotionale Erfahrungen zu öffnen. Wer schließlich kennt nicht dieses wohlig warme Gefühl in der Mitte der Brust, das sich einfach nur ausdehnen möchte? 

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